| Die Wirtschaft
reagiert positiv auf gegenwärtig durchgeführte
Strukturreformen. Trotz der gegenläufigen Auswirkungen
des El-Nino und La-Nina, wird das Wirtschaftswachstum
mit 4% prognostiziert.
Die Landwirtschaft ist die ökonomische Triebfeder
Tansanias. Sie trägt mit 48% zum BSP bei und kann etwa
80% der Auslandseinnahmen verbuchen.
- Bodenbewirtschaftung erreicht einen Anteil von
80% der Produktion
- Viehzucht und Fischerei erreichen 15% bzw. 5%.
Nutzpflanzenanbau:
- Kaffee, Baumwolle, Tabak, Cashew-Nüsse, Tee,
Sisal, Zucker, Pyrethrum, Nüsse.
Nahrungsmittelanbau:
- Mais, Reis, Weizen, Bohnen, Cassava,
Süßkartoffeln, Europäische Kartoffel, Bananen und
Hirse
Bemerkungen:
(1) Nutzpflanzenanbau:
- Die meisten Nutzpflanzen werden hauptsächlich
von Kleinbauern angebaut, während Sisal und Tee
hauptsächlich auf großen Farmen gepflanzt werden.
- Es wurden Maßnahmen in die Wege geleitet um den
exportorientierten Nutzpflanzenanbau zu
diversifizieren. Mixculturen und tropische Früchte
bieten einen künftigen Weg.
- Die Regierung unterstützt ausländische
Investoren in der Export-Landwirtschaft. Investoren
sind herzlich eingeladen in der Farmwirtschaft zu
investieren.
(2) Nahrungsmittelanbau
- Die Haupternten werden von Kleinbauern
produziert unter Verwendung herkömmlicher
mechanischer und technischer Mittel. Die Benutzung
kommerzieller Düngemittel steigt besonders auf
grossen Nutzflächen.
- Mit dem neuen Gesetz zu Landbesitz gibt es jetzt
Möglichkeiten für Ausländer große Farmen zur
Produktion von Nahrungsmittel sowohl für den
heimischen - als auch den Export-Markt zu erhalten.
- Investitionen bei der Konstruktion adäquater
Nahrungsmittel-Lagereinrichtungen werden benötigt.
- Investitionen im Bereich der
Transporteinrichtungen zum Transport zwischen
verschiedenen Märkten sind ebenso willkommen.
Viehzucht:
- Tansanias Viehbestand beträgt 13,4 Mio Tiere.
- Es gibt etwa 9,7 Mio Ziegen und 4 Mio Schafe.
- Ein rapides Wachstum in der Eierproduktion kann
verzeichnet werden.
Fischerei:
- Tansania hat reichhaltige Frischwasserseen, die
6% des gesamten Hauptlandes ausmachen. Tansania hat
800 km Küstenlinie und umfaßt 50% des Victoria-Sees.
- 45% des Tanganyika-Sees und 20% des Nyasa-Sees.
Diverse weitere untergeordnete Seen, Dämme,
Reservoirs, Sümpfe, Flüsse und kleine Teiche sind
landwirtschaftlich nutzbar.
- Fische - Hauptarten: Sardinen, Nil Perch
(Sangara), Haplochromis, Katzenfisch und Tilapia.
- Süßwasserfischerrei summiert mehr als 80% des
erzielen Fangs auf sich
- Etwa 60.000 Menschen arbeiten im Vollzeitberuf
als Fischer. Weitere 30.000 arbeiten Teilzeit in der
Fischerei und verwandten Tätigkeiten.
Bemerkung:
Weitere Investitionen, lokale und ausländische,
werden in diesem Bereich unterstützt. Es existiert ein
vielversprechender regionaler und überregionaler Markt.
Forstwirtschaft:
- Tansania umfaßt insgesamt eine Waldfläche von
ca. 44 Mio Hektar. Die sind etwa 50% der gesamten
Landfläche.
- Die vorkommenden Holzarten sind tropische Hölzer
wie Mahagony, afrikanisches Rosenholz usw.
- Trotz des großen waldwirtschaftlichen Potentials
sind die Nutzkapazitäten bisher niedrig.
Bemerkung:
Die Regierung strebt den Anstieg der
Industrieproduktion und der Export-Einnahmen im Bereich
der Holzwirtschaft an. Das Potential für einheimische
und ausländische Investoren ist vorhanden.
Bauwirtschaft:
- In der Bauwirtschaft wurden verstärkte Aktivitäten
verzeichnet, die als Ergebnis von verstärkten
Investitionen durch Entwicklungsgelder zu sehen sind.
Viele der großen Bauvorhaben werden von Tochterfirmen
ausländischer Farmen durchgeführt.
Bemerkung: Potential im Straßen- und Brückenbau, wie
auch im Häuserbau ist vorhanden.
Industrie:
- Der Produkionssektor muß noch wachsen
- Schwerpunktmäßig sollen mehr exportorientierte
Firmen ins Leben gerufen werden als Import
Gesellschaften. Ebenso soll der Schwerpunkt auf
private Unternehmen und nicht auf Staatsunternehmen
liegen.
Die Privatisierungsprogramme gehen unter der Leitung
der Parastatal Sector Reform Commission (PSRC) weiter.
Bemerkung: Es wird erwartet, daß der
Produktionssektor einen entsprechenden Anteil zum
nationalen Einkommen beiträgt. Die Prioritäten sind auf
diesen Sektor festgesetzt, sowohl für inländische als
auch ausländische Investoren. Private inländische und
ausländische Investoren sind herzlich willkommen.
Wasser:
- Wasserquellen - Flüsse und Seen diese sind der
Viktoriasee, der Tanganyika See, Nyasa See,
verschiedene kleine Seen.
- Die Hauptflüsse fliesen nach Osten in den
Indischen Ozean
- Der Ruvuma bildet Tansanias südliche Grenze zu
Mosambik
- Der Rufiji nördlich zum Ruvuma is einer Afrikas
längsten Flüsse mit einem durschnittlichen
Wassertransport von 1.133 Kubikmeter pro Sekunde.
Bemerkung:
Die Präsidien der Distrikte haben alle Wassersysteme,
die zur Privatisierung zur Verfügung stehen.
Engerie Sektor:
- Energieerzeugung auf Holzbasis liefert fast 90%
des gesamten Energiebedarfs. Petroleum liefert etwa
9% des Energiebedarfs. Wasserkraft und Kohle liefern
1%.
- Petroleum muß importiert werden.
- Großes Potential bei der Erschliessung
alternativer Energiequellen ist vorhanden:
- Wasserkraftwerke
- Kohle
- Erdgas
- Solar Energie
Bemerkung:
Wasserkraft könnte eine wichtige Energiequelle sein.
Kohle ist ebenfalls eine potentielle Energiequelle.
Erdgasvorkommen wurden im Songo-Songo Gebiet entlang der
Küste der Lindi Region und in der Gegend um Kimbiji, nur
40 km südlich von Dar es Salaam gefunden. Ölbohrungen
gehen weiter.
Die gesamten Kohlevorkommen werden auf 1.200 Mio
Tonnen berechnet. Die Regierung ermutigt private
Investoren, Dar es Salaams mit Erdgas für die Industrie,
den Transportbereich, zur Stromgewinnung, für den Handel
und die privaten Haushalte zu beliefern.
Investitionen werden gefördert in den Bereichen
Kohleabbau und Vorbereitung der Kohle für den Verbrauch
als Energie in Zementfabriken, in der Landwirschaft und
in den Haushalten.
Transport Infrastruktur:
Der Transportbereich ist wichtig für die Wirtschaft.
Die Situation muß noch weiter verbessert werden.
Straßennetz:
- Das Straßennetz verbindet Tansania mit
verschiedenen seiner Nachbarn diese sind Burundi,
Kenia, Malawi, Ruanda, Uganda und Sambia.
- Eine Brücke zur Verbindung Tansanias und
Mosambiks über den Ruvuma ist geplant.
- Das Straßennetz umfasst cirka 54.000 km, davon
3.200 km asphaltiert.
Eisenbahnnetz:
- Es gibt zwei separate Systeme mit verschiedenen
Schienenmaßen und durch verschiedene Behörden
verwaltet.
- Die Tanzania Railway Corporation bedient 2.600
km Strecke, verbindet Dar es Salaam mit der
Zentral-, West- und Südregion.
- Die Tanzania-Zambia Railway Authorities (TAZARA)
haben ein Streckennetz von 1.860 km. Mehr als die
Hälfte liegt auf tansanischem Territorium (970 km).
Die Linie führt durch die fruchtbarsten Gebiete
Tansanias. Große Kohle- und Eisenvorkommen sind
entlang der Tazara Route zu finden.
- Diese Route verbindet Dar es Salaam und
Kapiri-Mposhi in Sambia.
Schiffverkehr:
- Tansania hat keine Schiffsverbindungen zum
Ozean. Es gibt fünf Häfen: Dar es Salaam, Tanga,
Lindi, Mtwara und Sansibar.
- Passagierverkehr existiert zwischen Sansibar und
den Festland-Häfen.
- Es gibt viele Schiffe, die auf den Seen
verkehren.
- Der Victoria-See hat drei wichtige Häfen auf
Tansanias Seite diese sind Mwanza, Bukoba und
Musoma. Es gibt Passagierlinien von Mwanza nach Port
Bell in Uganda. Kigoma am Tanganyika-See verbindet
Tansania mit Kalemie in der Demokratischen Republik
Kongo. Der Hafen von Itungi und Mbamba Bay am
Nyasa-See verbinden Tansania mit Häfen in Malawi.
Luftverkehr:
- Verschiedene internationale Fluggesellschaften
operieren in und ausserhalb Tansanias über Dar es
Salaam und Kilimanjaro International Airport.
Sansibar besitzt ebenfalls einen internationalen
Flughafen.
- Es gibt diverse regionale Flughäfen und zahllose
Landepisten für die Nutzung durch Chartermaschinen.
- Air Tanzania, die nationale Fluggesellschaft,
unterhält regelmäßige Verbindungen zu den meisten
Städten und hat Linienflüge in Nachbarländer.
- Es gibt tägliche Flüge von Europa zum
Kilimanjaro und nach Dar es Salaam.
Telekommunikation:
- Telekommunikationseinrichtungen sind in den
meisten Teilen des Landes vorhanden.
- Das Telefonsystem in Dar es Salaam wurde
erneuert und verbessert.
- Telefone, Auto-Telefone und Handys, Faxgeräte,
Telex, Express Service und Privatkuriere stehen zur
Verfügung.
Bergbau:
- Tansania ist reich an Mineralien. Der Anteil des
Berbausektors wird in der nahen Zukunft signifikant
ansteigen.
- Es gibt große Goldkommen in Mwanza, Mara und der
Shinyanga Region.
- Auch Diamanten werden in Mwadui - Shinyanga
abgebaut.
- Die Kohleproduktion steigt.
- Phosphate, Eisenerz, Nickel, Salz und Gips
wurden gefunden und einige Vorkommen werden schon
erschlossen.
- Größere Vorkommen anderer Mineralien wurden
gesichtet.
- Die Edelsteinproduktion ist steigend.
Bemerkung:
Es gibt viele Möglichkeiten für Einheimische und
ausländische Investoren im Bergbau. Die Regierung heißt
Investoren in diesem Bereich willkommen.
Außenhandel:
- Externe Handelsrestriktionen für Importe wurden
beseitigt.
- Export- und Importprozeduren wurden vereinfacht.
Haupt-Handelspartner:
- Deutschland, Indien, Japan, Belgien, Luxemburg,
Großbritannien, Niederlande, Portugal, Kenia, Saudi
Arabien und China.
Hauptexportgüter:
- Es gibt landwirtschaftliche Handelsgüter,
Kaffee, Tee, Tabak, Baumwolle und Cashewnüsse.
Sansibar exportiert Knoblauch.
- Export von Handelswaren ist ansteigend und
umfasst 1/4 der Exporte Tansanias.
Hauptimportgüter:
- Maschinen, Textilien und Kleidung, Treibstoff und
Transportgüter. In diesem besonderen Aspekt sind
Tansanias Haupthandelspartner Deutschland, das
vereinigte Königreich, Indien, Japan, China, die
Vereinigten Staaten und Südafrika.
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